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Pressemitteilung vom 30.04.2020

Der Mittelstand in der Corona-Krise

Walter Elsner, Geschäftsführer der PCS Systemtechnik GmbH im Interview.

In der Interview-Reihe "Corona! und Jetzt?" berichtet Walter Elsner über die Situation in seinem Unternehmen:

Die Corona Krise hat uns von einem Tag auf den anderen getroffen – wie haben Sie auf die aktuelle Situation reagiert?

Indem wir nicht in Panik verfallen sind, sondern mit unseren Kunden und Mitarbeitern reden.
Wir haben die Bereiche Produktion, Vertrieb und Marketing und das Dienstleistungsgeschäft mit unserem Kunden- und Servicezentrum, welche wir funktionsfähig halten müssen.

Die Beschaffung der Bauteile für die Produktion unserer Terminalsysteme ist schwieriger geworden. Derzeit profitieren wir von unseren guten Kontakten zu Lieferanten und einer sehr guten Planung für die benötigten Bauteile. Wir haben unseren Lagerbestand in den letzten Wochen bereits vorsorglich erhöht und glauben so unsere Lieferfähigkeit weiter gewährleisten zu können, auch wenn die Krise sich noch etwas hinziehen würde.

Haben Sie Unternehmensziele angepasst oder verändert durch die aktuelle Situation?

Die PCS hat ein sehr gutes erstes Quartal gehabt, so dass auf einen guten Auftragsbestand zurückgegriffen werden kann. Allerdings rechnen wir jetzt mit einem starken Rückgang des Auftragseinganges. Hier stellt sich dann die Aufgabe, die vorhandenen Projekte mit unseren Kunden umzusetzen. Da einige unserer Kunden bereits viele Mitarbeiter in Kurzarbeit oder Homeoffice haben, ist das kein Selbstläufer. Dies wird allerdings nach Beendigung der Krise aus unserer Sicht dazu führen, dass Kunden dann gleichzeitig ihre Projekte bearbeiten wollen oder neue Projekte gestartet werden, da für die Unternehmen die Sicherheit weiter eine wichtige Rolle spielen wird.

Einer unserer wesentlichen USP‘s ist die Nähe zu unseren Partnern und Kunden. Die schnelle Reaktion bei auftretenden Problemen ist in unserer Branche überlebenswichtig. Sicherheit bedeutet schnelle Hilfestellung. Deshalb haben wir auch als erstes unsere Hotline funktionsfähig organisiert.

Die Herausforderung ist, das Unternehmen so aufzustellen, dass nach der Krise alle Bereiche sofort funktionsfähig sind und der normale Betrieb schnellstmöglich wieder aufgenommen werden kann.

Wie haben Sie die Umstellung auf Home Office geschafft? Wie schwierig/einfach war es, für die Belegschaft binnen kurzer Zeit Home Office zu realisieren?

Wir haben innerhalb von 4 Tagen die Homeoffice-Umstellung realisiert. Inzwischen arbeiten 70 % unserer Mitarbeiter im Homeoffice und es klappt bisher sehr gut. Für die Kommunikation zum Kunden sind der Telefonbetrieb und unsere Hotline lückenlos gewährleistet. Die Telefonschaltungen sind so eingerichtet, dass dies auch von zuhause problemlos möglich ist. Für tägliche Absprachen wurden Videokonferenzräume eingerichtet.

So ist die Kommunikation auch in Krisenzeiten möglich. Sie sehen, der Mittelstand macht sich die neuen digitalen Möglichkeiten in der Kommunikation zu Kunden und Mitarbeitern zunutze.

Wie schon ausgeführt, nutzen wir die vielfältigen Möglichkeiten der Digitalisierung und arbeiten zu 70 % im Homeoffice. Für die im Moment sehr reduzierte soziale Kommunikation der Mitarbeiter untereinander wurde ebenfalls ein Konferenzraum eingerichtet, in dem sich die Mitarbeiter virtuell treffen und miteinander reden können – quasi eine virtuelle Kaffeeküche. So wird das Zusammenrücken in der Krise unterstützt. Wir denken, dass die Motivation der Mitarbeiter und das Zugehörigkeitsgefühl zum Unternehmen besonders gestärkt werden, wenn wir miteinander diese Krise überwinden.

Was haben Sie bis jetzt Positives für die Zukunft gelernt?

„Unser Rat ist es, auch in dieser schwierigen Situation Ruhe zu bewahren und den Kunden und Mitarbeitern ein besonnener Gesprächspartner zu bleiben. Besonders wichtig ist es auch in diesen Zeiten Sicherheit zu geben, ist doch jedes Unternehmen einzigartig und anders strukturiert. Deshalb können wir nur raten „besonnen bleiben“, dass „WIR Gefühl“ stärken und positiv nach vorne schauen.“

Viele Experten sagen, dass es nach „Corona“ nicht mehr so sein will, wie vorher. Was ändert sich Ihrer Meinung nach?

„Social Distancing nimmt uns die Chance auf direkten persönlichen Austausch – aber nicht die Möglichkeit, gemeinsam nach Wegen aus der Krise zu suchen. Wir erfahren in dieser Situation, dass die Digitalisierung neue Möglichkeiten der Interaktion bietet, die das Fehlen des direkten persönlichen Austausches teilweise ersetzt. Sie zeigt uns auch, dass die reduzierte Mobilität einen positiven Einfluss auf die Umwelt halt. Vielleicht ist das der richtige Denkansatz für die Zukunft: nicht zurück zur alten Mentalität, sondern eine neue gut überlegte Mischung aus direktem persönlichen Austausch und der weiteren Nutzung der digitalen Möglichkeiten“.

Ihr PCS Ansprechpartner

Ute Hajek
Leiterin Marketing Communications & Events

Tel.: +49 89 68004 -253

Fax.: Fax +49 89 68004 -520

E-Mail: marketing@pcs.com

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