SPEICHERDAUER

Wesentliche Punkte bei der Überlegung zur Speicherdauer für Aufzeichnungen ist die Datensparsamkeit und die gesetzlichen Regelungen hierfür.

Maßgeblich hierfür ist § 6b Abs. 5 BDSG

„Die Daten sind unverzüglich zu löschen, wenn sie zur Erreichung des Zwecks nicht mehr erforderlich sind oder schutzwürdige Interessen der Betroffenen einer weiteren Speicherung entgegenstehen.“

In Österreich gibt es eine festgeschriebene max. Aufzeichungsdauer von 72 Stunden.

In Deutschland darf eine Aufzeichnung nach Ansicht der Aufsichtsbehörden max. 72h gespichert werden.

Da dies aber nicht in jedem Fall praktikabel ist, z.B. kann es sein, dass am Wochenende keine Arbeitszeit ist und ein langes Wochenende vorliegt. Dann wären Videoaufzeichnungen schon gelöscht bevor sie analysiert werden können.

Deshalb gibt in Deutschland schon Gerichtsurteile (z.B. vom OVG Lüneburg), daß längere Speicherdauer von bis zu 10 Tagen wegen arbeitsfreier Zeiten möglich sind.

Wichtig ist, dass der Grund für die Aufzeichnungslänge begründet wird.