MANDANTEN

Was bedeutet "Mandantenfähig"?

Über die Mandantenverwaltung organisiert jeder Mandant seine Daten und Zutrittsrechte eigenständig. Als mandantenfähig oder mandantentauglich wird eine Anwendungssoftware dann bezeichnet, wenn sie mehrere Mandanten - also Kunden oder Benutzergruppen - bedienen kann, ohne dass diese gegenseitigen Einblick in ihre Daten oder ihre Benutzerverwaltung haben. Ein IT-System, das dieser Eigenschaft genügt, bietet die Möglichkeit disjunkter mandantenorientierter Datenhaltung, Präsentation und Konfiguration. Jeder Kunde kann nur seine ihm eigenen Daten sehen, benutzen und ändern.

Der Mandant ist die oberste Ordnungsinstanz in dem Gesamt-IT-System und stellt eine datentechnisch und organisatorisch abgeschlossene Einheit im System dar. Der Mandant strukturiert somit die Nutzung des Systems. Vorteile von Mandantensystemen sind insbesondere die zentrale Installation und Wartung, der geringere Speicherbedarf für Daten - da mandantenübergreifende Daten und Objekte nur einmal pro installiertem System und nicht einmal pro Mandant gehalten werden müssen - sowie gegebenenfalls geringere Lizenzkosten, abhängig vom Lizenzmodell. Ein System wird nicht allein dadurch mandantenfähig, dass man jedem Mandanten eine eigene Instanz (Kopie) des Systems zuordnet.

Beispiel 1: In derselben Instanz eines Zeiterfassungs-Systems werden mehrere Unternehmen/Mandanten geführt, wie Mutterfirma plus Tochterfirmen.

Beispiel 2: Mehrere Firmen können im selben Zutrittskontroll-System angelegt werden: ein Gebäudeverwalter verwaltet mehrere Zutrittskontroll-Klienten/Mandanten innerhalb eines Gebäude-Komplexes.