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Hand mit RFID-Karte bucht am INTUS 5540 Zeiterfassungsterminal die Arbeitszeit.

RFID-Chip-Funktionsweise einfach erklärt: So arbeiten kontaktlose Ausweise

Mitarbeiterausweis an den Leser halten – Tür auf. Ausweis ans Terminal halten – Arbeitszeit gebucht.

Im Alltag wirken RFID-Karten und Schlüsselanhänger oft selbstverständlich. Was dabei im Hintergrund passiert, bleibt jedoch meist unsichtbar: Wie erkennt ein Lesegerät ein Identifikationsmedium? Woher erhält eine RFID-Karte ihre Energie? Und warum entscheidet nicht der RFID-Chip selbst über einen Zutritt?

Dieser Beitrag erklärt die RFID-Chip-Funktionsweise verständlich und praxisnah: wie RFID-Identifikationsmedien aufgebaut sind, wie die Kommunikation zwischen Chip und Leser abläuft und welche Rolle das angebundene System bei Zutrittskontrolle und Zeiterfassung übernimmt.

Identmedien RFID-Kartenansichten zwei verschiedene Motiven

Wie ist ein RFID-Identifikationsmedium aufgebaut?

Ob Mitarbeiterausweis, Schlüsselanhänger oder RFID-Tag: Die technische Grundlage ist ähnlich. Ein RFID-Identifikationsmedium besteht im Kern aus einem RFID-Chip und einer Antenne. Gemeinsam bilden sie das sogenannte RFID-Inlay.

Der RFID-Chip enthält die für die Identifikation vorgesehenen Informationen und stellt sie im Lesevorgang bereit. Die Antenne ermöglicht den Datenaustausch mit dem RFID-Leser. Bei passiven RFID-Medien nimmt sie außerdem die Energie aus dem Lesefeld auf, die der Chip für den Lesevorgang benötigt.

 

Vom RFID-Inlay zum nutzbaren Identifikationsmedium

Damit Chip und Antenne im Alltag geschützt sind, wird das Inlay in einen Kartenkörper oder ein Gehäuse eingebettet. So entsteht ein nutzbares Identifikationsmedium, zum Beispiel eine RFID-Karte, ein Schlüsselanhänger, ein Armband oder ein spezieller RFID-Tag.

Wichtig ist die Begriffstrennung: Ein RFID-Chip ist nicht dasselbe wie eine RFID-Karte. Der Chip ist nur eine Komponente innerhalb eines vollständigen Identifikationsmediums.

BegriffBeschreibung
RFID-ChipElektronische Komponente im Identifikationsmedium, die Informationen enthält und im Lesevorgang bereitstellt
AntenneErmöglicht die Energieaufnahme bei passiven Medien und die Datenübertragung
InlayTechnische Einheit aus RFID-Chip und Antenne
Transponder / RFID-TagFunktionale Einheit aus Chip und Antenne, die in einem Medium oder Tag verbaut ist und Informationen für einen Leser bereitstellt
RFID-KarteKartenförmige Bauform eines RFID-Identifikationsmediums
IdentifikationsmediumOberbegriff für RFID-Karten, Schlüsselanhänger, Armbänder und weitere Bauformen

 

Wie funktioniert RFID Schritt für Schritt?

RFID funktioniert als Zusammenspiel mehrerer Schritte: Identifikationsmedium, RFID-Leser und angebundenes System arbeiten dabei zusammen.

RFID-Identifikationsmedium im Lesebereich eines RFID-Lesers

Sobald sich eine RFID-Karte oder ein anderes Identifikationsmedium im Lesebereich eines RFID-Lesers befindet, kann die Kommunikation beginnen. Der Leser erzeugt ein elektromagnetisches Feld, das die Grundlage für den Lesevorgang bildet.

RFID-Chip wird durch das Lesefeld aktiviert

Bei vielen RFID-Identifikationsmedien stammt die benötigte Energie nicht aus einer Batterie. Stattdessen nimmt die Antenne Energie aus dem elektromagnetischen Feld des RFID-Lesers auf und leitet diese an den RFID-Chip weiter. Dadurch wird der Chip für die Dauer des Lesevorgangs aktiviert.

RFID-Chip stellt Identifikationsdaten bereit

Nach der Aktivierung stellt der RFID-Chip die für die jeweilige Anwendung vorgesehenen Identifikationsinformationen bereit. Dabei kann es sich beispielsweise um eine Medienkennung oder andere technische Informationen handeln, die das Identifikationsmedium für den Lesevorgang bereitstellt.

RFID-Leser erfasst Daten eines Identifikationsmediums

Der RFID-Leser empfängt die Daten des Identifikationsmediums und bereitet sie für die weitere Verarbeitung auf. Welche Informationen verarbeitet werden, hängt von der eingesetzten Chiptechnologie, der Anwendung und der Systemarchitektur ab.

RFID-Leser übergibt Daten an ein angebundenes System

Der RFID-Leser gibt die erfassten Informationen an das jeweilige System weiter. Je nach Anwendung kann es sich dabei beispielsweise um ein Zutrittskontrollsystem, ein Zeiterfassungssystem oder einen Controller handeln. Erst dort werden die Daten anwendungsbezogen weiterverarbeitet.

System prüft RFID-Berechtigung und löst eine Aktion aus

In einem Zutrittskontrollsystem werden die ausgelesenen Informationen einem Datensatz zugeordnet und die hinterlegten Berechtigungen geprüft. Bei einer gültigen Berechtigung wird die entsprechende Tür freigegeben. Ist das Identifikationsmedium nicht zugeordnet, gesperrt oder für diesen Bereich nicht berechtigt, bleibt die Tür geschlossen.

Planen Sie ein RFID-Migrationsprojekt?

PCS unterstützt Unternehmen bei der Auswahl, Integration und Migration passender RFID-Identifikationsmedien für Zutrittskontrolle und Zeiterfassung.

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Welche Informationen werden auf RFID-Medien gespeichert?

RFID-Identifikationsmedien können abhängig von Chiptechnologie und Systemarchitektur unterschiedliche Informationen speichern. Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen Informationen, die auf dem Medium gespeichert sind, und Daten, die bei einem konkreten Lesevorgang tatsächlich verarbeitet werden.

Nicht jede gespeicherte Information wird automatisch bei jedem Kontakt mit einem RFID-Lesegerät übertragen. Welche Daten genutzt werden, hängt von Anwendung und Systemarchitektur ab.

Art der InformationMögliche Funktion
Karten- oder MedienkennungZuordnung des Identifikationsmediums zu einem Datensatz
Anwendungsbezogene DatenVerwendung innerhalb von Zutrittskontrolle oder Zeiterfassung
Aktualisierbare DatenSpeicherung von Informationen, die durch Schreib-/Lesesysteme geändert werden können
Technische InformationenErkennung und Verwaltung des Identifikationsmediums im jeweiligen System

 

 

Warum ist eine Kennung noch keine Zutrittsberechtigung?

Was die Kennung bedeutet

  • Eine auf dem Medium gespeicherte Kennung ist nicht automatisch eine Zutrittsberechtigung.
  • Die Kennung dient zunächst der Zuordnung eines Identifikationsmediums zu einem Datensatz im System.
  • Welche Informationen tatsächlich genutzt werden, hängt von der eingesetzten Chiptechnologie, der Anwendung und der Systemarchitektur ab.
  • Ob eine Zutrittsfreigabe, eine Zeitbuchung oder eine andere Aktion ausgelöst wird, entscheidet das angebundene System anhand der hinterlegten Berechtigungen und Regeln.

Wovon hängt die Sicherheit eines RFID-Systems ab?

Das Sicherheitsniveau eines RFID-Systems hängt nicht allein vom Identifikationsmedium ab. Entscheidend sind unter anderem:

  • die eingesetzte Chiptechnologie,
  • die Systemarchitektur,
  • Schutzmechanismen wie Verschlüsselung,
  • sicheres Schlüsselmanagement,
  • Berechtigungskonzepte sowie
  • organisatorische Prozesse zur Verwaltung und Sperrung von Identifikationsmedien.

 

Warum wird eine RFID-Karte manchmal nicht erkannt?

Nicht jede fehlgeschlagene Buchung oder Zutrittsfreigabe bedeutet automatisch, dass das RFID-Identifikationsmedium defekt ist. Ob eine RFID-Karte zuverlässig erkannt wird, hängt von mehreren Faktoren ab – vom Lesefeld über die eingesetzte Technologie bis zur Systemkonfiguration.

Häufige Ursachen

  • Außerhalb des Lesefelds: Das Identifikationsmedium befindet sich nicht im vorgesehenen Leseabstand oder wird zu kurz an den Leser gehalten.
  • Inkompatible Technologie: RFID-Medium und Lesegerät verwenden unterschiedliche Technologien, Frequenzen oder Kommunikationsstandards.
  • Beschädigtes Identifikationsmedium: RFID-Chip, Antenne oder Kartenkörper können durch mechanische Einwirkung beschädigt sein.
  • Störungen durch Umgebung oder Materialien: Metall, Flüssigkeiten oder elektromagnetische Einflüsse können die Kommunikation zwischen Medium und Leser beeinträchtigen.
  • Gesperrte oder nicht zugeordnete Kennung: Das Medium wird technisch erkannt, ist im System aber deaktiviert, gesperrt oder keinem gültigen Datensatz zugeordnet.
  • Fehlende Berechtigung: Das Medium wird erkannt, besitzt aber keine gültige Berechtigung für die gewünschte Aktion.

Wichtig ist: Wird eine RFID-Karte nicht erkannt oder keine Aktion ausgelöst, liegt die Ursache nicht immer am RFID-Chip selbst. Häufig spielen auch Lesebereich, Kompatibilität, Zustand des Identifikationsmediums, Systemkonfiguration oder hinterlegte Berechtigungen eine Rolle.

Passende Bausteine für RFID-Anwendungen

Damit RFID in Zutrittskontrolle oder Zeiterfassung zuverlässig funktioniert, müssen Identifikationsmedien, Leser und Systeme aufeinander abgestimmt sein. Die folgenden Bausteine unterstützen Unternehmen bei der Auswahl, Integration und Modernisierung ihrer RFID-Infrastruktur.

Identmedien
Identmedien Karten und Tags verschiedene Ausführungen

RFID-Karten und Transponder für Zeit und Zutritt - PCS bietet eine große Auswahl.

Zu den Produkten
Zutrittsleser
Zutrittsleser INTUS 700touch in Frondansicht

Für jede Montageart und jedes Einsatzgebiet bieten wir passende Zutrittsleser an.

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Türterminals & Türzylinder
Digitalzylinder INTUS Flex schräge Ansicht

Mit INTUS Flex bieten wir vielseitige mechatronische Schließsysteme.

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Software DEXIOS Alarmmanagement Ansicht auf Screen

DEXIOS ist unsere moderne Software für Zeit und Zutritt.

Zur Plattform
Zeiterfassungsterminals
Zutrittskontrollmanager INTUS ACM80e Produktansicht

Moderne Technologie und individuell gestaltbare Oberfläche.

Zu den Produkten

 

Fazit: RFID funktioniert im Zusammenspiel von Medium, Leser und System

RFID-Chips enthalten die für eine Anwendung vorgesehenen Identifikationsinformationen und stellen sie im Lesevorgang bereit. Bei passiven Identifikationsmedien liefert das elektromagnetische Feld des RFID-Lesers die benötigte Energie. Der Leser erfasst die Informationen und gibt sie an das angebundene System weiter.

Erst dort erfolgt die anwendungsbezogene Verarbeitung: Das Zutrittskontrollsystem prüft beispielsweise eine Berechtigung und gibt anschließend eine Tür frei, während ein Zeiterfassungssystem die Daten einer Zeitbuchung zuordnet. Entscheidend ist daher nicht der RFID-Chip allein, sondern das Zusammenspiel von Identifikationsmedium, Leser und angebundenem System.

 

Unser Experte für RFID-Technologien

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