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Projektplanung mehrere Seiten Papier verstreut auf Tisch

Zutrittsregelung im Unternehmen: So entsteht ein klares Berechtigungskonzept

Nicht jede Tür im Unternehmen muss für jede Person zugänglich sein: Mitarbeitende der Produktion dürfen oft nur bestimmte Fertigungsbereiche betreten, externe Dienstleister benötigen meist zeitlich begrenzte Rechte und Besucher erhalten Zugang zu ausgewählten Bereichen. Mit wachsender Unternehmensgröße werden solche Zutrittsrechte schnell komplex.

Wer festlegt, welche Personen welche Bereiche betreten dürfen, regelt dies über eine Zutrittsregelung. Sie bildet die organisatorische Grundlage für die spätere Zutrittskontrolle.

Der folgende Beitrag zeigt, wie Unternehmen klare Zutrittsregelungen schaffen und daraus ein tragfähiges Berechtigungskonzept entwickeln.

 

Was ist eine Zutrittsregelung und wozu dient sie?

Männliche Person bedient Zutrittsleser mit RFID-Medium

Eine Zutrittsregelung legt fest, welche Personen oder Personengruppen welche Bereiche eines Unternehmens betreten dürfen. Sie beschreibt die organisatorischen Vorgaben, auf deren Grundlage Zutrittsrechte vergeben und später technisch umgesetzt werden. 

Kurz gesagt: Sie legt fest, wer wann, wo und warum Zutritt erhält – die Zutrittskontrolle setzt dies anschließend technisch um.

 

Warum Unternehmen klare Zutrittsregelungen benötigen

Mit zunehmender Unternehmensgröße steigen auch die Anforderungen an die Verwaltung von Zutrittsrechten. Neue Mitarbeitende kommen hinzu, Abteilungen wachsen, Standorte werden erweitert und externe Dienstleister müssen in bestehende Abläufe integriert werden.

Ohne klare Zutrittsregelungen können Berechtigungen über Jahre hinweg mitwachsen, ohne regelmäßig überprüft oder angepasst zu werden. Dadurch entsteht eine unübersichtliche Struktur, in der nicht mehr eindeutig erkennbar ist, wer Zutritt zu welchen Bereichen hat und aus welchem Grund diese Berechtigungen vergeben wurden.

Klare Zutrittsregelungen helfen Unternehmen dabei: 

  • Verantwortlichkeiten eindeutig festzulegen
  • Zutrittsrechte nach einheitlichen Regeln zu vergeben
  • sensible Bereiche gezielt zu schützen
  • Überberechtigungen und veraltete Zutrittsrechte zu vermeiden
  • regelmäßige Überprüfungen von Berechtigungen zu erleichtern

Je besser Zutrittsrechte definiert sind, desto einfacher lassen sie sich später verwalten und an veränderte Anforderungen anpassen.

 

Wie aus Zutrittsregeln ein Berechtigungskonzept entsteht

Eine Zutrittsregelung beschreibt zunächst die grundsätzlichen Vorgaben: Wer soll aus welchem Grund Zutritt zu welchen Bereichen erhalten? Das Berechtigungskonzept macht daraus eine konkrete Struktur für den Arbeitsalltag.

Dafür werden Personen nicht einzeln betrachtet, sondern zu Rollen oder Nutzergruppen zusammengefasst. Diese Rollen werden anschließend mit Bereichen, Zeitprofilen und Freigabeprozessen verknüpft. So bleibt nachvollziehbar, warum eine Berechtigung vergeben wurde und wer sie ändern oder entziehen darf.

BestandteilLeitfrageBeispiel
RolleWer benötigt Zutritt?Produktionsmitarbeitende, IT, Empfang oder externe Dienstleister
BereichFür welche Bereiche wird Zutritt benötigt?Bürobereiche, Lager, Produktion oder Serverraum
VerantwortlichkeitWer darf die Berechtigung vergeben oder ändern?Bereichsleitung, HR oder Sicherheitsverantwortliche
Zeitliche GültigkeitWie lange soll die Berechtigung gelten?Unbefristet, projektbezogen oder nur für einen Besuch

Ein gutes Berechtigungskonzept verhindert, dass Zutrittsrechte wahllos oder dauerhaft „auf Zuruf“ vergeben werden. Stattdessen entstehen klare Regeln, die sich dokumentieren, prüfen und bei organisatorischen Änderungen gezielt anpassen lassen.

 

Welche Bereiche benötigen unterschiedliche Zutrittsregeln?

Nicht alle Bereiche eines Unternehmens stellen dieselben Anforderungen an die Zutrittsregelung. Während einige Bereiche von vielen Mitarbeitenden oder Besuchern genutzt werden, enthalten andere sensible Informationen, kritische Systeme oder wichtige Betriebsprozesse. 

Die folgenden Beispiele zeigen typische Unternehmensbereiche und warum dort unterschiedliche Zutrittsregeln sinnvoll sein können.

Empfang & Besucherbereiche
Personen stehen an Empfang
  • Besucherströme lenken
  • Zutrittsbereiche definieren

Mehrwert: Klare Orientierung für Gäste.

Bürobereiche
Kompaktes Zeiterfassungsterminal für RFID-Ausweise für moderne Mitarbeiter-Gleitzeitsysteme.
  • Arbeitsplätze schützen
  • Interne Bereiche abgrenzen

Mehrwert: Schutz von Informationen und Unterlagen.

Lager & Logistik
Person betritt Lagerraum mittels Zutrittsleser INTUS 620
  • Warenbestände absichern
  • Lieferprozesse kontrollieren

Mehrwert: Mehr Transparenz im Materialfluss.

Produktionsbereiche
Das spritzwassergeschützte Terminal INTUS 5320 lässt sich auch in schwierigen Umgebungsbedingungen für Zeiterfassung, Projektzeiten oder BDE nutzen.
  • Betriebsabläufe unterstützen
  • Sicherheitsanforderungen berücksichtigen

Mehrwert: Zutrittsrechte passend zum Einsatzbereich.

Server-, Technik- & Archivbereiche
INTUS 1600PS Handvenenscanner am Eingang zu einem Rechenzentrum
  • Kritische Systeme schützen
  • Vertrauliche Daten absichern

Mehrwert: Höheres Schutzniveau für sensible Bereiche.

 

Sie möchten klar regeln, wer wann Zutritt zu welchen Bereichen erhält?

Wir unterstützen Sie bei der Planung klarer Zutrittsregelungen und der Umsetzung einer passenden Zutrittslösung.

Jetzt Kontakt aufnehmen.

 

Welche Personen benötigen welche Zutrittsrechte?

Nicht jede Person benötigt aus denselben Gründen Zutritt zu Unternehmensbereichen. Deshalb sollten Zutrittsrechte nicht pauschal vergeben werden, sondern sich am tatsächlichen Zutrittsbedarf orientieren.

Ein strukturiertes Berechtigungskonzept berücksichtigt verschiedene Nutzergruppen und deren Anforderungen. So lässt sich sicherstellen, dass Personen genau die Zutrittsrechte erhalten, die sie für ihre Aufgaben benötigen.

Regelmäßiger Zutrittsbedarf

Typische Nutzergruppen: Mitarbeitende, Teams, Schichtgruppen

Personen mit einem dauerhaften Arbeitsplatz benötigen in der Regel regelmäßigen Zutritt zu den Bereichen, in denen sie ihre täglichen Aufgaben erfüllen. Die Berechtigungen orientieren sich dabei an Funktion, Arbeitsbereich oder Schichtmodell. 

 

Aufgabenbezogener Zutrittsbedarf

Typische Nutzergruppen: HR, IT, Produktion, Logistik 

Manche Bereiche können nur von Personen betreten werden, die dort bestimmte Aufgaben oder Verantwortlichkeiten wahrnehmen. Die Zutrittsrechte orientieren sich daher an der jeweiligen Funktion innerhalb des Unternehmens.

Temporärer Zutrittsbedarf

Typische Nutzergruppen: Besucher, Lieferanten, Dienstleister

Nicht jeder Zutritt wird dauerhaft vergeben. Für Besucher, externe Dienstleister oder Projektpartner sind häufig zeitlich begrenzte Berechtigungen sinnvoll, die sich an Anlass, Einsatzdauer oder Besuchszeitraum orientieren.  

 

Standortübergreifender Zutrittsbedarf

Typische Nutzergruppen: Führungskräfte, Servicetechniker, mobile Mitarbeitende  

In Unternehmen mit mehreren Standorten benötigen manche Personen Zutritt zu mehreren Gebäuden oder Unternehmensbereichen. Einheitliche Regeln helfen dabei, diese Berechtigungen zentral zu steuern und dennoch lokale Besonderheiten wie Gebäude, Abteilungen, Schichten oder Sicherheitsbereiche zu berücksichtigen.

 

Datenschutz und Nachvollziehbarkeit bei Zutrittsregelungen

Klare Zutrittsregelungen helfen dabei, Berechtigungen nachvollziehbar zu verwalten und organisatorische Datenschutzmaßnahmen zu unterstützen.

Dokumentation

  • Übersicht über bestehende Zutrittsrechte
  • Nachvollziehbare Zuordnung von Berechtigungen
  • Transparenz bei Änderungen und Freigaben

Nutzen: Klare Übersicht darüber, wer Zutritt zu welchen Bereichen hat.

 

Verantwortlichkeiten

  • Zuständigkeiten für Beantragung und Freigabe
  • Klare Abläufe bei Änderungen von Berechtigungen
  • Einheitliche Entscheidungen bei Zutrittsrechten

Nutzen: Berechtigungen werden kontrolliert und nachvollziehbar verwaltet.

Regelmäßige Überprüfung

  • Überberechtigungen erkennen
  • Veraltete Zutrittsrechte entfernen
  • Veränderungen im Unternehmen berücksichtigen

Nutzen: Nur tatsächlich benötigte Berechtigungen bleiben bestehen.

 

Datenschutz

  • Schutz personenbezogener Daten unterstützen
  • Umgang mit Zutrittsdaten berücksichtigen
  • Speicherfristen und Zugriffsrechte prüfen

Nutzen: Datenschutzanforderungen werden bei der Verwaltung von Zutrittsrechten berücksichtigt.

 

Passende Bausteine für eine strukturierte Zutrittsorganisation

Klare Zutrittsregelungen entstehen nicht durch einzelne Berechtigungen, sondern durch das Zusammenspiel verschiedener organisatorischer und technischer Bausteine. Die folgenden Elemente unterstützen Unternehmen dabei, Zutrittsrechte nachvollziehbar zu verwalten und sicher umzusetzen.

DEXIOS
Software DEXIOS Alarmmanagement Ansicht auf Screen

DEXIOS ist unsere moderne Software für Zeit und Zutritt.

Zur Plattform
Zutrittsmanager
Zutrittskontrollmanager INTUS ACM80e Produktansicht

Die INTUS ACMs steuern angeschlossene Leser und Türkontakte.

Zu den Produkten
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Zutrittsleser INTUS 700touch in Frondansicht

Für jede Montageart und jedes Einsatzgebiet bieten wir passende Zutrittsleser an.

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Digitalzylinder INTUS Flex schräge Ansicht

Mit INTUS Flex bieten wir vielseitige mechatronische Schließsysteme.

Zu den Produkten
Identmedien
Identmedien Karten und Tags verschiedene Ausführungen

RFID-Karten und Transponder für Zeit und Zutritt - PCS bietet eine große Auswahl.

Zu den Produkten

 

Wie Unternehmen eine Zutrittsregelung Schritt für Schritt aufbauen

Eine wirksame Zutrittsregelung entsteht meist in mehreren Schritten. Ziel ist es, Bereiche, Nutzergruppen und Verantwortlichkeiten systematisch zu erfassen und daraus ein strukturiertes Berechtigungskonzept abzuleiten.

1. Bereiche und Türen erfassen
Welche Gebäude, Räume oder Zonen sollen geregelt werden?

2. Nutzergruppen definieren
Welche Mitarbeitenden, Besucher, Dienstleister oder externen Personen benötigen Zutritt?

3. Rollen und Berechtigungen festlegen
Welche Rolle braucht Zutritt zu welchem Bereich und aus welchem Grund?

4. Verantwortlichkeiten bestimmen
Wer darf Berechtigungen beantragen, freigeben, ändern oder entziehen?

5. Zeitliche Regeln definieren
Welche Berechtigungen gelten dauerhaft, temporär oder nur für bestimmte Zeiträume?

6. Regelmäßige Prüfung einplanen
Welche Zutrittsrechte müssen regelmäßig überprüft oder aktualisiert werden?

 

Fazit

Eine wirksame Zutrittskontrolle beginnt nicht an der Tür, sondern bei den Regeln dahinter. Eine klare Zutrittsregelung legt fest, welche Personen welche Bereiche betreten dürfen und schafft die Grundlage für ein strukturiertes Berechtigungskonzept.

Erst im nächsten Schritt werden diese organisatorischen Vorgaben technisch umgesetzt, zum Beispiel über elektronische Zutrittskontrollsysteme, Ausweise, Transponder, mobile Identifikationsmedien oder eine zentrale Zutrittssoftware. Entscheidend ist, dass die technische Zutrittssteuerung die zuvor definierten Rollen, Bereiche, Zeitprofile und Freigaben zuverlässig abbilden kann.

Je klarer Zutrittsrechte definiert sind, desto einfacher lassen sie sich verwalten, anpassen und langfristig kontrollieren. So entsteht eine Zutrittsorganisation, die nicht nur Sicherheit unterstützt, sondern auch klare Abläufe und prüfbare Berechtigungen im täglichen Betrieb schafft.

Unser Experte für die Zutrittskontrolle

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Mitglied der Geschäftsleitung Daniel Berning

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